Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz

Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der elektronischen Dokumente übernimmt die Universität Ulm keine Gewähr!

bitte beachten sie diese Hinweise

Bei der Beschwerdestelle gemäß § 13 Abs. 1 AGG können sich 

  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
  • Beamtinnen und Beamte
  • Auszubildende
  • Praktikantinnen und Praktikanten
  • Bewerberinnen und Bewerber für ein Beschäftigungsverhältnis
  • Personen, deren Beschäftigungsverhältnis an der Universität Ulm beendet ist

über subjektiv erlebte Diskriminierung in den unten genannten Bereichen beschweren, die einen Sachzusammenhang mit dem Beschäftigungsverhältnis haben. 

Der beschwerdeführenden Person sowie unterstützenden Personen darf kein Nachteil aus der Ausübung des Beschwerderechts entstehen. 

Die Beschwerde wird durch die Beschwerdestelle geprüft und der Sachverhalt mit allen dem Arbeitgeber zur Verfügung stehenden Mitteln aufgeklärt. Hierzu werden regelmäßig die betroffenen Parteien angehört. 


Eine anonyme Beschwerde ist möglich, hierbei verzichtet die beschwerdeführende Person auf das Recht, über das Ergebnis der Beschwerde informiert zu werden. Dadurch kann der Sachverhalt ggf. allerdings nur begrenzt aufgeklärt werden, da die beschwerdeführende Person nicht als Zeuge angehört werden kann. Die beschwerdeführende Person hat in diesem Fall keinen Anspruch darauf, dass der Sachverhalt und die Beschwerde geheim bleiben. 

Das Ergebnis der Prüfung wird der beschwerdeführenden Person innerhalb von zwei Wochen mitgeteilt. 


Beschwerdestelle der Universität Ulm gem. § 13 AGG:
Thomas Haimerl, thomas.haimerl(at)uni-ulm.de, Tel. 0731 50 25019

 

  • Rasse oder ethischer Herkunft 
    Es ist verboten, Beschäftigte auf Grund ihrer Herkunft, Abstammung, Hautfarbe, Sprache oder ihres nationalen Ursprungs zu diskriminieren.
  • Geschlecht
    Wer Beschäftigte allein wegen des Geschlechts schlechter behandelt, diskriminiert wegen des Geschlechts. Auch eine ungünstigere Behandlung einer Frau wegen Schwangerschaft oder Mutterschaft ist eine Benachteiligung
  • Religion oder Weltanschauung 
    Unter Religion sind alle anerkannten Religionsgemeinschaften, wie etwa Christentum, Judentum, Islam oder Buddhismus zu verstehen. Die Weltanschauung ist die individuelle Ansicht und Vorstellung jedes Menschen über die Welt und die Rolle des Einzelnen und die Gesellschaft, wie beispielsweise Pazifismus oder Atheismus. Unter keines dieser beiden Merkmale fallen dagegen rein politische Meinungen.
  • Behinderung 
    Vor Diskriminierung geschützt sind nicht nur schwerbehinderte Menschen, sondern alle Menschen, die eine Behinderung im Sinne des AGG aufweisen.
  • Alter 
    Kein Beschäftigter darf wegen eines bestimmten Alters benachteiligt werden. Dabei kommt es auf die konkrete Altersstufe nicht an.
  • Sexuelle Identität
    Die sexuelle Identität oder Orientierung bezeichnet die Hauptzielrichtung der sexuellen Interessen einer Person im Hinblick auf die gewünschten Partner. Die sexuelle Identität umfasst sowohl die grundsätzliche Orientierung eines Menschen als auch die individuelle Form der Auslebung des Sexuallebens und das Verständnis der eigenen Geschlechtsrolle (z. B. Leben in einer Ehe oder Zölibat). Auch sind Benachteiligungen unzulässig, wenn diese sich nur auf Vermutungen hinsichtlich einer bestimmten sexuellen Orientierung beruhen.

  1. Die Beschwerde wird bei der Beschwerdestelle eingereicht.
  2. Der Sachverhalt wird ermittelt. Die beteiligten Parteien werden dazu regelmäßig gehört und ggf. weitere mögliche Beweismittel gesichtet.
  3. Es wird geprüft, ob ein Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) vorliegt bzw. vorliegen könnte.
  4. Das Ergebnis der Prüfung wird von der beschwerdeführenden Person mitgeteilt und je nach Ergebnis an die zuständige Stelle der Dienststelle für arbeitsrechtlicher, disziplinarrechtlicher oder sonstiger Maßnahmen (z.B. bei Diskriminierungen durch anderweitige Mitglieder/Angehörige der Universität) weitergeleitet.
  5. Der Arbeitgeber trifft entsprechende arbeitsrechtliche Maßnahmen, leitet ein Disziplinarverfahren ein oder veranlasst anderweitige Vorkehrungen zum Schutz vor weiterer Diskriminierung.
Grafische Darstellung des Beschwerdeverfahrens
Grafische Darstellung des Beschwerdeverfahrens

- Zu Sexueller Belästigung gibt es: "Zivilcourage am Arbeitsplatz - Grundhaltung zu unangemessenem Verhalten": https://www.linkedin.com/learning/zivilcourage-am-arbeitsplatz-fordern-19743938/grundhaltung-zu-unangemessenem-verhalten?u=83005858

- Zu Diskriminierung gibt es: "(Unbewusste) Diskriminierung: Mikroungerechtigkeiten erkennen und entgegenwirken":
https://www.linkedin.com/learning/fair-fuhren-inclusive-leadership-im-unternehmen-fordern/unbewusste-diskriminierung-mikroungerechtigkeiten-erkennen-und-entgegenwirken?u=83005858

- Zu Antidiskriminierung gibt es: “Für sich selbst und unterrepräsentierte Gruppen eintreten”
https://www.linkedin.com/learning/fur-sich-selbst-und-unterreprasentierte-gruppen-eintreten/fur-sich-und-andere-einstehen?resume=false&u=83005858

- Zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz gibt es: "Rechtliche Rahmenbedingungen und Anti-Diskriminierungsrichtlinien" 
https://www.linkedin.com/learning/recruiting-grundlagen/die-rollen-und-aufgaben-des-recruiters-abgrenzen?u=83005858

Kontakt, Beschwerdestelle UUlm gem. § 13 AGG