Kolonial- und Postkolonialgeschichte – Selbstfindung durch Betrachtung der Fremde
Die Hochphase der Kolonialen Weltordnung erstreckte sich über den Zeitraum von 1880 bis 1960. Bereits Jahrhunderte zuvor hatten europäische Mächte ihre Einflussgebiete auf alle übrigen Kontinente ausgedehnt, mit dem Ziel, Rohstoffe und Ressourcen zu erschließen und Handelsnetzwerke zu etablieren. Neben dem Erwerb von Reichtümern und exotischen Lebensmitteln kam es jedoch auch zur Exportierung europäischer Kultur wie Sprachen und Religion in andere Kontinente. Hieraus entwickelte sich ein europäisches Selbstbild als Zivilisationsbringer und ein Bild der Fremde als primitiv, hilflos, aber auch ursprünglich und unverfälscht. Die Vortragsreihe "Kolonial- und Postkolonialgeschichte – Selbstfindung durch Betrachtung der Fremde" bietet einen fundierten Überblick über die Geschichte der deutschen Kolonien in Afrika, beleuchtet die Problematik von Rassismus und Apartheid in Namibia nach dem Abzug der deutschen Kolonialmacht und regt zur Reflexion über den heutigen Umgang mit Kolonialgeschichte an.
Sie haben verschiedene Möglichkeiten, an den Vorträgen teilzunehmen:
In Präsenz im Hörsaal H2 | O25 (Eingang Süd) | Campus Ost Universität Ulm Oberer Eselsberg (Änderungen vorbehalten)
https://uni-ulm.zoom-x.de/j/61242922637
Webinar-ID: 612 4292 2637Oder Schnelleinwahl mobil: +49 69 3807 9883 unter Angebe von Webinar-ID
Fragen während des Vortrags können über die Chat-Funktionen von Zoom gestellt werden.
Sofern die Genehmigung zur Veröffentlichung erteilt wird, werden wir die Vorträge auf You Tube im Kanal des ZAWiW zum Nachhören bereitstellen:
https://www.youtube.com/user/zawiwUniUlm
Sommersemester 2025
Montags 18:30 Uhr bis 20:00 Uhr | O 25 | Hörsaal H2 oder online
Dr. Philipp Bernhard
Zentrum Erinnerungskultur, Universität Regensburg
Ziel des Vortrags ist es, anhand erinner ungskultureller Debatten „vor Ort“ in Augsburg und Ulm geschichtsdidaktische Chancen und Fallstricke für die Geschichts vermittlung zur Kolonialgeschichte zu skizzieren. Grundlage sind dabei die in meiner Dissertation entwickelten vier geschichtsdidaktischen Grundüberlegungen („Claims“) für eine Integration postkolonialer Theorieansätze in die schulische und außerschulische Geschichtsvermittlung zur Geschichte des europäischen Kolonialismus der Neuzeit.
Sie können über Zoom online an den Vorträge teilnehmen, klicken Sie bitte auf den nachfolgenden Link, um am Webinar teilzunehmen:
https://uni-ulm.zoom-x.de/j/61242922637
Webinar-ID: 612 4292 2637
Oder Schnelleinwahl mobil: +49 69 3807 9883 unter Angabe von Webinar-ID
Fragen während des Vortrags können über die Chat-Funktionen von Zoom gestellt werden.
Dr. Dennis Schmidt
Fernuniversität Hagen
Stuttgart ist nicht Berlin, Ulm nicht Hamburg. Weit weg vom Meer und den Zentren des Deutschen Kaiserreichs gelegen – was sollte ausgerechnet der deutsche Südwesten mit dem Kolonialismus zu tun haben? Wie kamen die Menschen in Baden, Hohenzollern und Württemberg mit dem Kolonialen in Kontakt, welche Bezüge zur vermeintlichen großen, weiten und fernen Welt finden sich bei uns in der Region? In historischer Perspektive werden in dem Vortrag verschiedene Felder kolonialer Verflechtungen in den Blick genommen. Dabei wird es nicht nur um die konkrete deutsche Kolonialherrschaft von 1884 bis 1919 gehen, sondern der Blick inhaltlich wie zeitlich deutlich erweitert. So entsteht ein breites Panorama, das zeigt, dass postkoloniale Perspektiven helfen, Facetten der Lokal- und Regionalgeschichte zu entdecken, die bisher unterbelichtet waren.
Sie können über Zoom online an den Vorträge teilnehmen, klicken Sie bitte auf den nachfolgenden Link, um am Webinar teilzunehmen:
https://uni-ulm.zoom-x.de/j/61242922637
Webinar-ID: 612 4292 2637
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Dr. Fabian Fechner
Lehrgebiet Geschichte Europas in der Welt, Fernuniversität Hagen
Rassismus funktioniert vor allem über Bilder. Vorstellungen von Ungleichheit und Anders heit, Machtgefüge in der Gesellschaft – all dies können Fotografien, Karikaturen und Gemälde ausdrücken. Anhand von Abbildungen aus dem „langen“ 19. Jahr hundert soll das lange Nachwirken von Vorurteilen gezeigt werden. Bilder sind aber nicht eindeutig. Daran soll deutlich werden, dass Rassismus keine Konstante, sondern historisch wandelbar ist.
Sie können über Zoom online an den Vorträge teilnehmen, klicken Sie bitte auf den nachfolgenden Link, um am Webinar teilzunehmen:
https://uni-ulm.zoom-x.de/j/61242922637
Webinar-ID: 612 4292 2637
Oder Schnelleinwahl mobil: +49 69 3807 9883 unter Angabe von Webinar-ID
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